Die Geschichte unseres Bahnhofs

Bahnhof mit Schirmen
KPME Bahnhöfe
Bahnhöfe der K.M.E.

Überblick

Fertiggestellt im Jahr 1896 durch die Königlich-Preußische Militäreisenbahn, ist der Bahnhof Schönefeld einer von insgesamt 9 Bahnhöfen entlang der Strecke Zossen – Jüterbog (von denen 8 noch ganz oder teilweise erhalten sind). Vier dieser Bahnhöfe sind baugleich. Ursprünglich reichte die Strecke von Schöneberg (Berlin) über Zossen bis nach Jüterbog. Der Streckenabschnitt Schöneberg – Zossen wurde 1920 im Zuge der Entmilitarisierung eingestellt, die Gleise abgebaut. Der Abschnitt Zossen – Jüterbog wurde weiter für den Personen- und Güterverkehr genutzt.

 Am 2. Juni 1996 wurden sowohl der Güterverkehr auf der Gesamtstrecke wie auch der Personenverkehr auf dem Abschnitt Sperenberg–Jüterbog eingestellt, beim letzten verbliebenen Streckenabschnitt von Zossen nach Sperenberg geschah dies am 18. April 1998.

Seit 2003 wird die Stecke zwischen Zossen und Jänickendorf als Draisinenstrecke von der Erlebnisbahn genutzt und unterhalten.

(Quelle teilweise Wikipedia)

Bahnhof Schönefeld um 1900
Bahnhof Schönefeld um 1900

Wissenschaftliche/technische Nutzung

Die ersten Versuche mit einem propellerangetriebenen Schienenfahrzeug fanden 1918 auf den Gleisen der Militäreisenbahn zwischen unserem Nachbardorf Dümde und Jänickendorf statt. Das dafür zwischen 1916 und 1918 konstruierte Versuchsfahrzeug der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) war der direkte Vorläufer des Schienenzeppelins. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Website des „Förderverein Naturpark Baruther Urstromtal e. V.„.

Auf der Strecke zwischen Schönefeld und Jänickendorf wurden die ersten Flugzeug-Strömungsversuche gemacht. Man befestigte Flugzeuge auf einem 10 Meter hohen Turm, der wiederum auf einem Eisenbahn-Tieflader befestigt war und zog sie mit Lokomotiven. Der Vorläufer des Windkanals war geboren.

Der Bahnhof in der DDR-Zeit

Nach dem zweiten Weltkrieg diente die Strecke zwischen Jüterbog und Zossen dem Personen- und Güterverkehr.

Der Bahnhof Schönefeld entwickelte sich zum Umschlagplatz für Holz und Holzprodukte. Auf der gegenüberliegenden Seite der Gleise befand sich eine Fabrik zur Holzverarbeitung, die Produkte für den Konsumbereich und den Export herstellte.

1996 hielt der letzte Zug (Ferkelexpress genannt) am Bahnhof (zweites Bild).

Den Angestellten des Bahnhofs dienten die oberen Stockwerke als Wohnraum. Im Erdgeschoss befanden sich Warteraum, Fahrkartenschalter und ein Güterschuppen.

Die erste Stufe der Bahnhofsrenovierung

In einem ersten Schritt wurde 2013 der Bahnhof vom Nordic Walking e. V. und einer Privatinvestorin gepachtet. Ziel war die Etablierung eines Vereins für Nordic Walking und die Gründung eines Restaurants im Bahnhof Schönefeld. Dabei wurde der Grundstein für die heutige Nutzung des Bahnhofs als Restaurant gelegt.

Nach einigen Jahren wurde das Projekt jedoch aufgegeben und der Bahnhof blieb bis 2020 ungenutzt.

Die zweite Stufe der Bahnhofsrenovierung

Im Sommer 2020 war es so weit: Wir zogen in unseren neu erworbenen Bahnhof ein.

Während wir im ersten Sommer noch einen kleinen Imbiss durchs Fenster betrieben, wurde renoviert, was das Zeug hielt: Der Gastraum erhielt ein neues solides Eichenparkett, die Mauerkünstlerin Birgit Kinder realisierte unseren Wunsch, die brandenburgischen Kiefernwälder in den Gastraum zu holen. Im Nebenzimmer richteten wir einen gemütlichen Vereinsraum mit einer kleinen Mediathek (Bücher und CDs) und Spielen ein, der Bahnsteig erhielt  eine Terrasse, die Restaurantküche wurde professionell eingerichtet. Auch die Abwassergruben wurden komplett erneuert. An vielen weiteren Stellen wurde und wird noch immer gesägt, gespachtelt, gestrichen – an offenen Projekten mangelt es auch für die nächsten Jahre nicht!

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